Behandlung von Kindern und Jugendlichen:

Therapieerfolg durch Ausnutzung des Wachstums

Behandlung von Kindern und Jugendlichen:

Therapieerfolg durch Ausnutzung des Wachstums

Behandlung von Kindern und Jugendlichen: Therapieerfolg durch Ausnutzung des Wachstums

Die erste Wechselgebissphase erfolgt ab dem 6. Lebensjahr. Hinter den Milchzähnen brechen als erstes die so genannten Sechs-Jahr-Molaren (große Backenzähne) durch. Der Beginn der Wechselgebissphase wird oft erst gar nicht bemerkt, sondern meist erst einige Monate später, wenn die ersten Milchfrontzähne bereits wackeln.

Zu diesem Zeitpunkt ist eine Vorstellung beim Kieferorthopäden sinnvoll. In dieser Entwicklungsphase haben wir vor allem die Wachstumsförderung des Oberkiefers im Blick.

Sind die ersten großen Backenzähne durchgebrochen und haben die Milch-Frontzähne im 6.-8. Lebensjahr gewechselt, erfolgt die Ruhephase, in der Regel bis zum 10. Lebensjahr. In dieser Phase der Gebissentwicklung „ruht“ der Zahnwechsel.

Wenn ca. ab dem 10. Lebensjahr einer der Milch-Seitenzähne wackelt, markiert dies den Beginn der zweiten Wechselgebissphase. Spätestens jetzt sollten Sie einen Termin beim Kieferorthopäden machen. In dieser Entwicklungsphase – begünstigt durch den pubertären Wachstumsschub – lässt sich das Wachstum des Unterkiefers besonders gut beeinflussen. Auch Zahnfehlstellungen sind in diesem Alter gut zu behandeln.

 

Zusätzliche Indikationen für eine kieferorthopädische Behandlung bei Kindern und Jugendlichen:

    Steilstehende Oberkiefer Frontzähne hindern den Unterkiefer an seiner Entwicklung nach vorne. Durch Behebung des „Hindernisses“ wird das Wachstum wieder in die richtige Richtung gelenkt.

    Durch einen Tiefbiss wird unter anderem die Schleimhaut im Oberkiefer (Gaumen) und im Unterkiefer (Parodont) traumatisch geschädigt. In der Folge kann es zu Zahnfleischrückgang (Rezession) und freiliegenden Zahnhälsen kommen.

    Ist der Platzmangel sehr ausgeprägt, kann eine vorzeitige Entfernung einiger Milchzähne erforderlich sein. So lässt sich der Zahnwechsel sinnvoll steuern.

    Manchmal brechen Zähne anders als generell üblich durch, manchmal sogar gar nicht. Auch diese Fehlentwicklung kann kieferorthopädisch behoben werden.

    Ein Wachstumsdefizit des Oberkiefers kann mehrere Ursachen haben. Eine frühzeitige kieferorthopädische Wachstumsförderung kann spätere operative Eingriffe verhindern.

     

Behandlungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche

Da Kinder ab dem 6. Lebensjahr den Sinn und Ablauf einer Behandlung nachvollziehen können ist die Mitarbeit in der Regel gut. Daher können vorwiegend gute Behandlungsergebnisse mit herausnehmbaren Zahnspangen erzielt werden.

Bei Jugendlichen ist die Behandlung meistens mit festen Zahnspangen sinnvoll. Da in dieser Lebensphase die Kooperation nachlassen kann, setzen wir zudem auf Non-Compliance-Behandlungsgeräte, die lediglich ein Minimum an Mitarbeit erfordern.