Frühkindliche Behandlung: Schon beim Milchgebiss

Je früher Sie die Kiefersituation Ihres Kindes abklären lassen, desto besser können Fehlstellungen oder Fehlentwicklungen erkannt und umso unkomplizierter behandelt werden. Wir betreuen kleine Patienten schon ab dem Alter von 4 Jahren.

Frühkindliche Behandlung: Schon beim Milchgebiss

Je früher Sie die Kiefersituation Ihres Kindes abklären lassen, desto besser können Fehlstellungen oder Fehlentwicklungen erkannt und umso unkomplizierter behandelt werden. Wir betreuen kleine Patienten schon ab dem Alter von 4 Jahren.

Wir betreuen kleine Patienten schon ab dem Alter von 4 Jahren

Der Grund: Fehlstellungen oder Fehlentwicklungen reagieren in dieser Phase der Gebissentwicklung gut auf eine so frühe Behandlung. Zähne und Kiefer lassen sich sanft in die richtige Richtung lenken. Spätere Korrekturen sind dann oft sogar gar nicht mehr nötig.

 

Eine kieferorthopädische Frühbehandlung ist bei folgenden Diagnosen angezeigt:

    Daumenlutschen und/oder falsches Schlucken kann zum einen physiologische Wachstumsprozesse stören und zum anderen die Ausbildung einer Zahnstellungs- und Kieferlagenanomalie fördern. Rechtzeitiges Erkennen und Therapieren, meist in Zusammenarbeit mit Logopäden, kann Folgeschäden verhindern.

    Wenn Milchzähne frühzeitig verloren gehen, kann es passieren, dass vorhandene Zähne die Lücke einengen. Um Platzdefizite für die späteren „bleibenden“ Zähne zu verhindern, sollte die Lücke mittels eines Lückenhalters offen gehalten werden

    Ursachen gibt es mehrere: ein verstärktes Wachstum des Unterkiefers, eine Zwangsführung oder eine falsche Verzahnung im Bereich der Frontzähne. Dies rechtzeitig zu therapieren, ist deutlich effektiver und erhöht die Chance einer skelettalen Korrektur. Eine Spontankorrektur hingegen gibt es hier nicht.

    Ein beidseitiger Kreuzbiss kann die Oberkieferentwicklung hemmen. Um strukturelle Veränderungen zu vermeiden, ist eine frühzeitige kieferorthopädische Therapie ratsam. Eine Spontankorrektur ist nicht zu erwarten.

    Bei 79% der kleinen Patienten mit einem einseitigen Kreuzbiss besteht zusätzlich eine Verschiebung des Unterkiefers zur Seite. Um eine permanente Asymmetrie des Gesichts zu verhindern, ist eine kieferorthopädische Behandlung zwingend notwendig. Eine Spontankorrektur ist nicht zu erwarten.

    Ein geringes Wachstum des Unterkiefers kann durch eine schlechte Angewohnheit oder eine Dyskinesie verursacht werden. Der Abstand zwischen Ober- und Unterkieferzähnen vergrößert sich und das Risiko eines Zahntraumas erhöht sich. Diese Tendenz kann sich während der Gebissentwicklung weiterentwickeln. Daher ist eine kieferorthopädische Behandlung im frühen Kindsalter sinnvoll.

    Der sogenannte offene Biss ist häufig eine Folge einer Zungenfehlfunktion, von Daumenlutschen oder eines falschen Schluckmusters. Eine rechtzeitige Vorstellung Ihres Kindes bei Ihrem Kieferorthopäden kann eine spätere langjährige Behandlung verhindern.

    Zu Fehlbildungen zählen zum Beispiel Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten. Diese benötigen von Geburt an eine langjährige kieferorthopädische Betreuung und Behandlung.

    Hier mehr Erfahren

     

Behandlungsmöglichkeiten für Kleinkinder

In der Frühbehandlung arbeiten wir vorwiegend mit herausnehmbaren Zahnspangen.
Zur Optimierung des Behandlungserfolgs werden zudem oft noch Logopäden und/oder Hals-Nasen-Ohrenärzte hinzugezogen.

Eine Frühbehandlung im Milchgebiss hat nicht nur zum Ziel, alle Zähne gerade einzustellen. Vielmehr beeinflusst sie das Wachstum nachhaltig positiv, indem eine skelettale Manifestation von Kieferfehlhaltungen verhindert werden kann.